Tiergestützte Therapie mit Hund
Kursnummer: 55.27
28. + 29. Januar 2027
Ort: Online Mitgliederpreis: 400 Preis für Nichtmitglieder: 600
Was genau macht die Wirksamkeit der Tiergestützten Therapie aus? Wie gelingt es, einen Hund so in die Therapie einzubinden, dass bewährte therapeutische Fachkonzepte zum Tragen kommen, und gleichzeitig die Effektivität und Effizienz der Therapie durch den begleitenden Einsatz des Hundes erhöht wird?
Am ersten Tag erarbeiten sich die Teilnehmer*innen Erkenntnisse, wie sie ihre ergotherapeutische Fachkompetenz und ihr berufsspezifisches Profil als Mensch-Tier-Team zum Wohle des Klienten zum Ausdruck bringen können. Sie lernen eine Sicht auf die Wirksamkeit der TGT kennen, die sich sehr gut mit der Ergotherapie in Einklang bringen lässt und erfahren, wie sie anhand von gezielten Fragen erkennen können, ob die Tiergestützte Therapie für ihre Klienten eine geeignete begleitende Intervention darstellt.
Am zweiten Tag sind die Teilnehmer*innen dazu eingeladen, praktische Inhalte direkt mit dem eigenen Hund (soweit vorhanden) im Online-Austausch umzusetzen. Die Wirksamkeit der Mensch-Tier-Interaktion kann sich nur entfalten, wenn der Hund freudig und freiwillig auf den Klienten zugeht. Wie dieses freiwillige Miteinander gefördert wird, wie Hunde positiv lernen und mit welchen Kniffen die Therapeutin arbeiten kann, stehen neben weiteren praktischen Übungen mit Hund im Vordergrund. Dabei wird dem gegenseitigen Ideenaustausch besonderer Raum eingeräumt, ebenso, wie dem Upcycling von Alltagmaterialien in der tiergestützten Arbeit.
Lernziele:
- Die TN lernen, wie sich durch den Einsatz von Therapiebegleithunden die Effektivität und Effizienz der Therapie erhöhen lässt
- Sie bekommen Ideen, wie sie ihre ergotherapeutische Fachkompetenz und ihr berufsspezifisches Profil als Mensch-Tier-Team zum Ausdruck bringen können
- Sie lernen eine Erklärung zur Wirksamkeit der Mensch-Tier Interaktion kennen, die sich gut mit der Ergotherapie in Einklang bringen und dabei noch überzeugend vermitteln lässt
- Sie lernen, bei welcher Indikation der Einsatz eines Hundes sinnvoll sein kann und welche Einschluss- und Ausschlusskriterien zu berücksichtigen sind
- Sie sammeln praktische Ideen zum Einsatz von Hunden in der Therapie und wie belohnungsbasiertes Lernen beim Hund aussieht
- Einsatz und „Upcycling“ von Alltagsmaterialien
- Sie bekommen die Gelegenheit, Übungen mit dem eigenen Hund umzusetzen oder anderen dabei zuzusehen
Kursprogramm/Inhalte:
- Wirksamkeit von Hunden in der Therapie
- Indikation
- Auswahl von Klientel und Setting
- Bindung zwischen Hund und Halter
- Lernen und positives Verstärken
- Tierethik und tierschutzrelevante Faktoren
- Verlaufsdokumentation und individualisierte Outcome-Messung
- „Ideenkoffer“ und der Gebrauch von alltäglichen Materialien
- Partnerschaftliche Sicht auf den eigenen Hund
- Kurze praktische Übungen mit Hund
Bitte „mitbringen“:
- eigene bewährte Ideen
- empfehlenswerte Bücher und Materialien
Falls ihr während des Seminars praktische Übungen mit Hund ausprobieren wollt, braucht ihr:
- natürlich euren Hund
- einen Clicker, „Targetstick“ oder Kochlöffel
- eine rutschfeste Unterlage für den Hund (z.B. gummierte Badezimmermatte)
- viele großartige Leckerlis (in kleine Stückchen geschnitten)
Skript wird online zur Verfügung gestellt
Datum: Donnerstag/Freitag, 28. + 29. Januar 2027
Ort / Zeit: online / 09.00-17.00 Uhr
Leitung: Anja Junkers, Ergotherapeutin, M.Sc.OT, Autorin
Zielgruppe: Dipl. Ergotherapeut:innen
Kosten: EVS-Mitglieder: CHF 400.00 / Nichtmitglieder: CHF 600.00
Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge ihres Einganges berücksichtigt.
Anmeldeschluss: 14.12.2026